Biomonitoring bei Herzinsuffizienz

"Herzinsuffizienz auch nachts nicht aus den Augen verlieren"                                                                                                                                                                                                                                                               Herzinsuffizienz ist eine der chronischen Krankheiten mit der höchsten Sterblichkeit im Alter, und dies mit einer Prävalenz von 5-10% bei Personen ab 65 Jahre. Da hier selten eine primär monokausale und heilende Therapie möglich ist, beschränken sich die Behandlungsmöglichkeiten häufig auf die Vermeidung von Komplikationen (Palliation). Der Diagnose und Behandlung der Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu. Daneben spielt die Früherkennung einer Verschlimmerung des Krankheitsbildes eine ebenso zentrale Rolle.Die Versorgung und Begleitung der betroffenen Patienten, vor allem im ländlichen Raum, wird immer schwieriger da dort die Zahl der Hausärzte prozentual sinkt.                                                                                                                                                                                       Vor diesem Hintergrund haben sich Aachener Forscher zum Ziel gesetzt, die Entwicklung eines individualisierten nächtlichen Tele-Monitorings zur nicht stationären Therapieführung bei Herzinsuffizienz voranzutreiben. Durch externe Sensorik sollen die Früherkennung von Begleiterkrankungen sowie die rechtzeitige Diagnose einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz verbessert werden. Dabei nutzen die Wissenschaftler die nächtliche Schlafperiode des Menschen, die ca. 30% des Tages ausmacht, um Vitalparameter zu Hause intensiver und für den Patienten komfortabler zu überwachen. Diese Schlafphase kennzeichnet sich durch eine stabile, relativ bewegungsarme Messperiode, die die Signalqualität der geschaffenen Sensorik optimiert.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Durch die Fernüberwachung des Patienten, die dadurch vermeidbaren Notfälle, sowie die Entlastung des medizinischen Personals ist hier ein enormes Potential an Kostenersparnissen vorhanden.  


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